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Möglichst nachhaltig Reisen

Dank grenzenloser Mobilität ist es heute einfach als je zuvor, die Welt zu entdecken.

Der boomende Tourismus hat leider viele Nachteile für das Klima und die Umwelt. Was wir oft vergessen ist, dass unsere Reiselust auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, sowie die Bevölkerung im Zielland oder unsere Umwelt haben kann.

Ganz aufs Reisen zu verzichten wäre natürlich die nachhaltigste Lösung, jedoch fällt mir das aktuell noch sehr schwer, da Reisen für mich auch eine großartige Inspiration und Erholung ist.

Es gibt aber heutzutage einige Möglichkeiten, den Urlaub zumindest etwas nachhaltiger zu gestalten. 

Einige Reiseunternehmen haben sich diesem Herzensthema bereits angenommen und sehen den Erhalt der Erde und das Wohlergehen der Einheimischen als wichtigsten Indikator für ihre Angebote an.

Abgesehen davon, dass der Tourismus an rund 5% der menschgemachten CO2 Emissionen schuld ist, sollten wir Reisende auch die Verantwortung für die Tiere und die Umwelt in den Ländern, in die wir reisen, übernehmen. In manchen Ländern können wir sogar als Vorbilder auftreten und so zu einem Umdenken beitragen. Wenn die Natur durch achtsame Reisende an ökonomischen Wert gewinnt, steigt auch die Bereitschaft der Einheimischen, sie zu erhalten.

Dies erlebten wir auf Bali ganz extrem. Irgendwie konnte ich das zunächst nicht glauben und verstehen. Wir beobachteten, dass umso weniger Tourismus in einem Gebiet herrschte, an den Straßenrändern immer mehr Müll in den Gräben lag. Direkt vor den Türen, Läden und Gärten. "Ist den Menschen nicht bewusst, was sie da tun?", fragte ich Steven immer wieder niedergeschlagen, dass diese wunderbare Natur von den Einheimischen oft so wenig geschützt wurde.

 

Müll

Natürlich solltest du auch im Urlaub darauf achten, möglichst wenig Müll, vor allem aus Plastik, zu produzieren. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein, vor allem weil in vielen Entwicklungsländern das Bewusstsein dafür noch nicht so stark ausgeprägt ist wie in Deutschland. Zugleich ist das aber auch eine Chance, vor Ort für Aufklärung zu sorgen und den Einheimischen zu erklären, wieso du beispielsweise deinen Müll nicht einfach ins Meer oder auf die Straße wirfst.

Wenn man an deinem Urlaubsziel das Leitungswasser nicht trinken kann, kaufst du Trinkwasser am besten in großen Behältern und füllst es in deine eigene Flasche immer wieder nach. Manchmal wird das kostenlose oder günstige auffüllen der eigenen Trinkflasche auch in Hotels oder Hotels angeboten. So vermeidest du Müllberge an leeren Trinkflaschen.

Ebenfalls lohnt es sich einen eigenen Göffel oder Reisegeschirr einzupacken. Bereits im Flugzeug kannst du so das stark verpackte Plastikgeschirr ablehnen. KEIN MESSER AUF FLUGREISEN IM HANDGEPÄCK! 

Nimm auch im Urlaub deinen Stoffbeutel mit zum Einkaufen und verzichte darauf, Plastiktüten zu verwenden. Achte ebenfalls darauf stark verpackte Lebensmittel und Produkte zu vermeiden. Wenn du zu vergisst, eine Plastiktüte abzulehnen, dann verwende sie mehrmals und sinnvoll, zum Beispiel zum Müll einsammeln. Wer nicht alleine los ziehen möchte, kann sich an CleanUp Kampagnen vor Ort beteiligen und gemeinsam mit anderen Reisenden Müll in der Natur aufsammeln. Ob es auch in deinem Zielland solche Aktionen gibt findest du übers Internet heraus. Natürlich kannst du auch einfach immer eine alte Tüte dabei haben und Müll aufsammeln, dies funktioniert nicht nur im Urlaub.

 

Tierquälerei

Beliebte Ausflugsziele oder aufregende Erfahrungen im Urlaub sind Begegnungen mit lebenden Tieren in Berührung zu kommen. Das wissen auch die Menschen vor Ort und missbrauchen leider oft Wildtiere als Touristenattraktion. In vielen Ländern gibt es keine strengen Gesetze gegen Tierquälerei oder für artgerechte Tierhaltung.

Im Sinne von nachhaltigem Reisen solltest du deshalb Shows, die mit tanzenden Affen werben, Elefanten, die als Reittier den ganzen Tag Touristen herumtragen müssen oder Tiger, die in einem Käfig darauf warten, dass du ein Foto mit ihnen machst vermeiden. Nur, wenn solche Angebote niemand mehr in Anspruch nimmt, wird diese Tierquälerei aufhören.

 

Flugreisen

Wir wollen es zwar nicht hören, aber eigentlich wissen wir es schon: Die für die Umwelt schädlichste Art zu reisen ist mit dem Flugzeug. Ein Flug von Berlin nach Mallorca (hin & retour) hat eine Klimawirkung von 722 kg CO2 pro Person. Dafür könntest du rund ein halbes Jahr lang Auto fahren.

Die Faustregel zur Orientierung: Bei Reisen unter 700 km solltest du gar nicht erst daran denken, in den Flieger zu steigen, sondern auf umweltschonendere Verkehrsmittel setzen. 

CO2 Kompensierung

Wenn alles nix hilft, dann besteht die Möglichkeit CO2, welches durch den Flug entstanden ist zu kompensieren.

Indem du die Flugroute in einen Emissionsrechner eingibst, beispielsweise von Atmosfair oder myClimate, erfährst du, welcher Umweltschaden durch deinen Flug entstanden ist und kannst dir eine exakte Kompensationssumme ausrechnen lassen. Diese kannst du dann direkt auf der Seite für verschiedene Klimaschutzprojekte spenden, mit denen Projekte zu erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern unterstützt werden. Die Ursache des Problems (der Flug) ist damit zwar nicht behoben, aber du tust zumindest etwas dafür, damit alternative Ressourcen geschaffen werden und in Zukunft weniger Treibhausgase in unsere Atmosphäre gelangen.

Die Emissionsrechner gibt es übrigens auch für Kreuzfahrten.

 

Lieber integriert statt alles inkludiert

In Urlaubsregionen gibt es immer mehr All Inclusive Hotels. Im Land bleibt von dem Geld, das der Tourist dafür bezahlt, leider wenig. Denn diese Hotels sind internationale Ketten und gehören meist ausländischen Investoren. Zwar schaffen sie Arbeitsplätze, aber die Jobs als Zimmermädchen oder Service Personal sind meist nicht sehr gut bezahlt. Wenn du trotzdem gerne All Inclusive machen möchtest, dann könntest du deinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, indem du dem Hotelpersonal ein Extratrinkgeld gibst.

Nachhaltiger ist es, wenn du versuchst kleine Unternehmen, regionale Händler oder einzelne Familien zu unterstützen. In vielen Länder gibt es die Möglichkeit ein Homestay zu buchen: Dabei wohnst du bei einer einheimischen Familie. So unterstützt du nicht nur die Leute vor Ort, sondern erlebst auch die Kultur des Landes viel echter. 

Auch an Straßenständen oder in kleinen, unscheinbaren Restaurants isst man meist viel besser und gesünder als in weltweit vertretenen Restaurantketten. Wenn du einen heimischen Guide oder Taxifahrer engagierst, ermöglichst du den Locals ebenfalls vom Tourismus finanziell zu profitieren.